Kennst du das? Du bewirbst dich auf einen Job als virtuelle Assistenz und bekommst kein Feedback auf deine Bewerbung. Oder du hast bereits zig Bewerbungen versandt und hast bisher nur Absagen erhalten? Dann solltest du deinen gesamten Bewerbungsprozess neu gestalten.

Im Laufe meiner Karriere als virtuelle Assistentin habe ich einige Bewerbungs-Strategien ausprobiert, bis ich letztendlich meine persönliche Vorgehensweise entwickelt habe. Seit ich diese Strategie anwende, bekomme ich viel mehr (positive) Rückmeldungen und Interesse seitens potentieller Auftraggeber. In diesem Beitrag möchte ich dir meine Strategie verraten.

Handle aus Sicht des Auftraggebers

Stell dir vor, du bist ein Auftraggeber und inserierst einen VA-Job. Auf diese Anzeige bekommst du nun etliche Bewerbungen und musst viel Zeit in die Durchsicht investieren, obwohl du dich eigentlich dringend um dein Business kümmern müsstest. Denn als du gemerkt hast, dass du unbedingt outsourcen musst, war dein Arbeitsaufkommen bereits viel zu hoch. Dir fehlt es also an Zeit. Welche Bewerbung spricht dich folglich mehr an: eine ausführliche E-Mail mit einem 2-seitigen Lebenslauf, 10 Zeugnissen, 8 Fortbildungsnachweisen oder eine “Bewerbung”, die kurz und präzise ist und alle wichtigen Infos über den Bewerber enthält?

Ich denke, du kannst dir die Frage selbst beantworten.

Versuche dich in die Situation des Auftraggebers zu versetzen und ihn schon mit deiner Bewerbung zu entlasten. Bewirb dich mit einer kurzen, präzisen E-Mail, in der du deutlich machst, wie du ihn unterstützen kannst und warum du der oder die Richtige bist.

Bewirb dich auf Jobs, für die du qualifiziert bist

“Fake it until you make it” ist sicherlich eine gute Strategie, um deine Skills zu erweitern und schnell viele Jobs zu bekommen. Bewirbst du dich aber auf Jobs, für die du qualifiziert bist und die Aufgaben im Schlaf erledigen kannst, wird sich das in deiner Bewerbung und im darauffolgenden Job-Interview bemerkbar machen. Du gehst schon mit einem ganz anderen Mindset an die Bewerbung heran. Wenn du weißt, dass es auf dem Markt für diesen Job keinen besseren gibt als dich, dann wirst du das in deiner Bewerbung auch genauso rüberbringen.

Anders ist es bei Aufgaben oder Programmen, die du nicht beherrschst und erst einmal lernen musst. Du bist bereits in der Bewerbungsphase von Zweifeln geplagt. Gedanken a la “Kann ich den Kunden zufriedenstellen?”, “Schaffe ich die Aufgaben in der vorgegeben Zeit?” oder “Merkt der Kunde, dass ich dieses Programm noch nie angewendet habe?” bremsen dich im Vorfeld schon aus und blockieren dein Selbstbewusstsein.

Erstelle einen Infoflyer oder ein persönliches Portfolio für deine Bewerbung

Ein ansprechend gestalteter Infoflyer hat zwei große Vorteile. Erstens präsentierst du all deine Infos übersichtlich und erleichterst deinem potentiellen Kunden, Informationen über dich schnell und einfach zu erfassen. Mit einem individuellen Portfolio stichst du aus der Masse an Bewerbungen heraus und bleibst im Gedächtnis deines potentiellen Kunden. Zudem kannst du mit dem Flyer deine gestalterischen Fähigkeiten unter Beweis stellen und zeigst mit einer ansprechenden Ästhetik deine Leidenschaft zu deinem Business.

Dein Portfolio sollte deine Kontaktdaten, dein Serviceangebot, eine Info über dich sowie zu deinem beruflichen Background enthalten. Eine Bewerbung mit einem Portfolio ist innovativ, zeitsparend und effektiv und weckt das Interesse des potentiellen Kunden. Das habe ich selbst deutlich festgestellt, als ich meine Bewerbung für virtuelle Assistenz Jobs gekürzt und ihr einen Infoflyer beigefügt habe. Plötzlich war die Resonanz auffallend höher und ich schaffte es, die Jobs, die ich unbedingt wollte, auch zu bekommen.

Wie du ein individuelles Portfolio in einem tollen Design erstellst und warum Personal Branding dabei so wichtig ist lernst du im VA-Business Workshop, das in Zusammenarbeit von Janine Wittig von OFFICEflow2go und mir ab Juni regelmäßig stattfindet.

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Über Sascha

Hey, ich bin Sascha. Der Gründer von DIGITALFREI. Ich arbeite selber seit über 5 Jahren remote und habe Anfang 2018 den Podcast ins Leben gerufen. Bereits 2017 habe ich meinen Job in einer Marketing Agentur an den Nagel gehangen und arbeite seitdem Vollzeit aus meinem Home Office, oder von überall aus auf der Welt!